projekt

warum?

wir glauben, dass wir evolutionär als menschen nicht für das leben in kleinstfamilien geschaffen sind. selbst in guten zeiten ist diese momentan vorherrschende lebensweise für uns nicht optimal. zusätzlich halten wir es für offensichtlich, dass die nähere zukunft global nicht gerade rosig aussieht und eine größere gruppe von menschen mit solidarischer grundeinstellung krisenfestere strukturen schaffen kann. es treibt uns nicht nur der wunsch nach einem erfüllteren leben in gemeinschaft, sondern auch die vision, etwas zu schaffen, das gesamt gesehen positiv auf die gesellschaft einwirkt und vielleicht so etwas wie ein gegenmodell zur aktuellen vereinsamung bei gleichzeitig hohem ressourcenverbrauch darstellt. am ende geht es um ein besseres leben für alle.

was?

kauf einer größeren immobilie (bauernhof, aufgegebene wirtschaft oder ein geräumiges stadthaus) im oberösterreichischen zentralraum. im idealfall mit dem ziel so autark wie möglich zu werden (wohlwissend, dass bei einem bauernhof andere möglichkeiten gegeben sind, als bei einem haus in der stadt). eine anbindung an öffentliche verkehrsmittel sollte in vernünftiger reichweite sein. wir wollen sowohl gemeinschaftsflächen als auch eigene rückzugszonen planen. in unserer vorstellung gibt es dazu ein cohousing mit single- und familienwohnungen sowie einem clusterwohnen in räumlich eigenständigen wohneinheiten – zusätzlich dazu einen großzügigen bereich in gemeinsamer nutzung und betreuung. möglicherweise (je nach fertigkeiten und motivationslage der gruppe) könnte eine alte immobilie in eigenleistung renoviert, zum teil renaturiert werden und in überschaubarem maße gärtnerei oder vielleicht sogar landwirtschaft betrieben werden und/oder arbeitsfläche für selbstständige in der liegenschaft existieren.

wie organisieren?

als organisationsstruktur hat sich aus unserer sicht die soziokratie bewährt – unter verwendung des systemischen konsensierens bei schwierigen entscheidungen. wir sehen dies auch als chance sich persönlich im rahmen der gruppenprozesse und beziehungsarbeit ständig weiterentwickeln zu können. renovierung und umbau sollen so nachhaltig wie möglich erfolgen. wir wollen allerdings kein reines „zurück zum ursprung“, sondern sinnvolle technologien durchaus nutzen und nicht fortschrittsfeindlich agieren, sondern mit einer gesunden pragmatischen balance an sämtliche themen herangehen und faktenbezogen sowie wissenschaftlich orientiert entscheiden. der aktuellen welle an wissenschaftsfeindlichkeit stehen wir kritisch gegenüber, da man aus unserer sicht nur zu vernünftigen lösungen kommen kann, wenn man auf basis gemeinsamer fakten diskutiert. ebenso suchen wir ausdrücklich keine religiöse oder esoterische gruppe. sehr wohl jedoch sind wir daran interessiert eine gemeinsame kultur und gemeinsame traditionen zu prägen.

wie finanzieren?

wir erwägen das habitat-modell, um die finanzierung vom wohnrecht zu trennen und dadurch auch menschen eine perspektive in unserem projekt zu ermöglichen, die ohne eigenes kapital teilnehmen wollen.
https://habitat.servus.at/

wer?

da wir davon ausgehen, dass es schwierig sein wird, eine größere personengruppe in überschaubarer zeit zu finden und auf einen gemeinsamen nenner zu bringen, gehen wir von einer gruppengröße aus, die sich zwischen zehn und 25 personen bewegt. im idealfall gibt es einen gesunden generationenmix und es soll platz sein für verschiedene lebensentwürfe. wir sehen hier auch kein fertiges konzept, sondern eine diskussionsgrundlage, mit der wir gemeinsam mit interessierten menschen einen gruppenprozess starten wollen.

wo?